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Setting / Schauplätze

Setting / Schauplätze

Setting
Schauplätze stellen mehr als nur Verortungen von Handlungen dar. Sie können als „Inner Space“ Abbilder der seelischen und mentalen Zustände der Figuren sein. Sie können einen Kontrast zur Handlung erzeugen oder als eigenständige „Mitspieler“ fungieren. In diesem Zusammenhang ist öfters die Formulierung zu hören, ein Schauplatz spiele eine der Hauptrollen des Films.

Schauplätze beeinflussen die Handlung maßgeblich, sind Teil von ihr, kreieren eine Atmosphäre, füllen das Bild aus. Wenn man Figuren an einem Ort oder in einem Raum anordnet, entsteht automatisch eine Spannung. Schauplätze verbinden, sperren zusammen, trennen oder isolieren Figuren, manchmal sogar alles in einem. Sie verändern und verwandeln Figuren und gelegentlich scheinen sie sogar zu leben und zu reagieren.

Schauplätze können unterschieden werden zwischen: innen oder außen, nah oder fern, eng oder weit, offen oder geschlossen, oben oder unten, abgeschieden oder zentral, still oder laut, übersichtlich oder chaotisch, belebt oder steril, bekannt oder fremd.

Sie können stehen für: das neue oder alte Leben, Zuflucht oder Gefängnis, Weg oder Sackgasse, freie oder versperrte Sicht, Wohligkeit oder Unwirtlichkeit, Versteck oder Exponierung, Bewegung oder Stillstand, Schutz oder Gefahr, Wildnis oder Zivilisation, Heimat oder Exotik, Idyll oder Unterwelt, Wüste oder Wald, Insel oder Berg.

Bei der Wahl eines Schauplatzes sollte daher die Frage beantwortet werden, warum die Geschichte genau an diesem Ort und an keinem anderen spielt und wie dieser Schauplatz die Handlung sowie die Figuren unterstützt und spiegelt.

In produktionstechnischer Hinsicht definiert sich ein Schauplatz als zusammenhängender Drehort, der ein Bild definiert.

Further ReadingLiteraturempfehlungen

Knauss, Sibylle: Schule des Erzählens. Ein Leitfaden für Roman- und Drehbuchautoren. Berlin 2006.

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